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  • AutorenbildStephanie Sgura

Wenn ich als Seller noch einmal in einem Start-up starten würde...

...würde ich definitiv auf andere Parameter schauen. Ich bin jetzt seit fast 10 Jahren in der Start-up Szene unterwegs und wie überall gibt es Licht und Schatten. Du kannst hier extreme Erfolge feiern, aber auch sehr schnell auf die Schnauze fallen.


Wenn du in einem Start-up erfolgreich werden willst, reicht es nicht aus, dass du richtig gut bist. Es braucht auch einige Komponenten rundherum, um dich erfolgreich zu machen.


Daher möchte ich dir heute mitgeben, auf welche Parameter ich achten würde, wenn ich mich nochmal auf die Suche nach einem Sales Job in einem Start-up machen würde.


1) Das Produkt

Du kannst noch so gut sein, wenn das Produkt scheiße ist, wirds einfach nix. Sprich wir brauchen ein Produkt, dass funktioniert und keine Mogelpackung ist. Darauf würde ist stark achten. Am besten du testest es selbst aus oder rufst einen Kunden an und fragst, wie zufrieden sie sind.


Zusätzlich ist es wichtig, dass dieses Produkt wirklich ein echtes Problem löst. Viele tun das nicht bzw. lösen sie ein Mini-Problem, dass für deinen Zielkunden auf Platz 35 in der Prioritätenliste kommt. Da macht Sales einfach keinen Spass.


Das Produkt zahlt am besten auf eine Top-Priorität deines Ideal Customer Profile ein. Das kannst du selbst herausfinden, durch deine Recherche und gezielte Fragen im Interview, welche Probleme gelöst werden.


2) Bootrstrapped vs Investoren

Ich war in beiden Start-ups schon angestellt und wenn ich es mir aussuchen kann, würde ich in einem Bootsptrapped Start--up arbeiten. Weniger utopische Ziele, nicht ganz so massiver Druck und weniger verrückte Stories sind nur einige Benefits. Puh, ich könnt dir jetzt Geschichten erzählen. Naja, ich lass es lieber.


Bei VC-funded Start-ups würde ich auf jeden Fall hinterfragen, wie lange sie ohne Investment leben können, damit du weißt, worauf du dich einlässt.


3) Realistische Ziele

Du weißt selbst, die Ziele sind manchmal reines Wunschkonzert (oftmals wenn Investoren im Spiel sind). Ich würde an deiner Stelle im Bewerbungs-Prozess eine Bottom-up Planung einfordern, um zu verstehen, ob hier realistisch gearbeitet wird. Es geht ja darum, deinen möglichen Erfolg sicherzustellen.


Hier ein Beispiel, wo ich selbst massiv ins Klo gegriffen habe:

Bei meinem letzten Job habe ich im Bewerbungs-Prozess nach den Zielen gefragt. Mein Manager meinte, ich muss 300k in den ersten 8 Monaten reinbringen. Fand ich soweit realistisch, bis ich dann angefangen und mir erstmal alle Zahlen geholt habe. Die Pipeline war leer, der durchschnittliche Sales Cycle 8 Monate. Ich glaube, das sagt alles, oder?


4) Leadership Skills im Management

Je nachdem, ob die Sales-Abteilung noch vom Gründer oder von einem Head of Sales geführt wird, ist es wichtig, das Fundament hier abzuchecken. Bildet sich dein Management weiter? Haben sie die notwendigen Skills, um dich erfolgreich zu machen?


Wenn ich eines in den letzten 20 Jahren gelernt habe, dann ist es Folgendes: Such dir nicht die Company, sondern deinen Manager aus.


Sollte der Head of Sales vorher der beste Seller gewesen sein, sei sehr achtsam. Hinterfrage, wie die Transition zum Head of Sales stattgefunden hat und ob derjenige wirklich entwickelt wurde. Ansonsten hast du echt ein schweres Leben.


5) Enablement

Überprüfe, wie schnell dich das Start-up erfolgreich machen kann und natürlich wie du weiterentwickelt wirst.


Ich würde hier vor allem hinterfragen

  • Wie lange braucht ein Seller, bis er laufen kann

  • Wie viele Seller erreichen ihre Ziele

  • Wie sieht das Onboarding genau aus

  • Bekommst du interne wöchentliche Trainings/Coachings

  • Bekommst du externe Trainings, um dich weiterentwickeln zu können

  • Wie sieht der konkrete Career Development Plan aus, um dich langfristig zu entwickeln


6) Gehalt und Titel

Wenn du das Gehalt massiv verhandeln und dir den Titel aussuchen kannst, würde ich die Finger von dem Start-up lassen. Das zeigt mir sofort die Maturity. In diesen Start-ups wirst du meistens mit Politikum und internen Kämpfen zu tun haben und die Kultur ist meist sehr toxisch.


Es sollte klare Gehaltsstrukturen geben und welche Kompetenzen notwendig sind, um sich seinen Titel auch wirklich zu verdienen.


Auch wenns verlockend ist, lehne Titel ab, wenn du die Kompetenzen noch nicht erlangt hast. Denn damit steigen nur die Anforderungen an dich, denen du dann vielleicht nicht gerecht werden kannst.


7) Fluktuation

Hinterfrage vor allem die Fluktuation im Sales. Wenn hier keiner länger als ein Jahr bleibt oder generell ein reges Kommen und Gehen herrscht, ist was faul.


Und noch ein letzter Tipp

Suche auf LinkedIn ehemalige Mitarbeiter raus und kontaktiere sie. Finde heraus, ob es sich wirklich lohnt, in dem Start-up anzufangen. Es wird nie alles perfekt sein, aber es geht darum herauszufinden, worauf du dich einlässt. Du kannst dann gezielter im Bewerbungs-Prozess diese Dinge hinterfragen, was extrem hilft, eine gute Entscheidung zu treffen.


Happy Selling✌️

Stephanie

 

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